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Es gibt banale Krankheiten, mit denen sich einigermaßen leben lässt, und es gibt schwerwiegende und tödliche. Es gibt akute Krankheiten und chronische. Wir können vorbeugen, lindern oder heilen. Für viele Krankheiten kennen wir die Ursachen, für etliche aber auch nicht. Es gibt häufige Krankheiten und seltene. Bei manchen häufigen Krankheiten kennen wir die Ursache, waren aber ärztlicherseits bislang außerstande, sie zu beseitigen.

Schwierig ist es, den Reinheitsgrad unserer Atemluft zu verbessern. Diesel- und Kerosinruß sind langfristig nicht wegzudenken, sind aber krebserregender als Tabakrauch. Schwierig ist es, diese sedimentierten Kanzerogene und andere krebserregenden Pestizide von unserer Nahrung fern zu halten.

Wie verhält es sich mit unserem Immunsystem, unserem Schutz gegen die mit bloßem Auge unsichtbaren Parasiten, Pilze, Bakterien und Viren? Einige sind nützlich, manche harmlos, etliche schädlich. Chemotherapeutika gibt es nicht gegen alle diese Eindringlinge. Unser Immunsystem muss diese Aufgabe erfüllen. Mit Schutzstoffen, mit Antioxidantien können wir es leistungsfähig erhalten.

Alles muss instand gehalten werden. Die Kanalisation, unsere Autos, unsere Kleidung. Für uns selbst gilt das auch. Schwierig ist es, uns geistig und seelisch zu reinigen. Leichter ist die körperliche Reinigung, nicht nur von außen, sondern auch von innen. Dafür brauchen wir die orthomolekularen Arzneien, damit unser Herz, unsere Blutgefäße, unser Bindegewebe, unsere Haut, Knorpel, Knochen und innere Organe gesund und intakt bleiben. In unserer Alltagsnahrung sind diese lebenswichtigen Stoffe nicht in der erforderlichen Konzentration vorhanden. Deshalb müssen wir sie als Arznei unserem Körper zuführen.

Womit sollen wir uns also schützen? Es werden heutzutage sehr viele Produkte und Verfahren angeboten und oft massiv beworben. Dem medizinischen Laien wird es in der Regel sehr schwer gemacht, wirkungsvolle Produkte von unwirksamen zu unterscheiden. Schon in der Bibel steht: An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Wenn sich also in wissenschaftlichen Untersuchungen, in reproduzierbaren Experimenten und Studien Arzneien als wirksam erweisen, kann deren Stellenwert nicht kleingeredet werden.

Habe ich die Wahl zwischen ursächlich wirksamen, reparierenden, nahezu nebenwirkungsfreien Arzneien und nur symptomatisch wirksamen und nebenwirkungsreichen, so entscheide ich mich zuerst für erstere. Diese Arzneien nehme ich selbst und verwende sie erfolgreich seit langem als Prophylaxe vor schwerwiegenden und häufigen Krankheiten und auch zur Therapie. Mehr dazu finden Sie beim Orthomolekularmedizinischen Institut.

Wichtig ist, dass diese Substanzen nicht nur aufgenommen werden, sondern dass auch die Dosierung stimmt.


Polyphenole (OPC, oligomere Proanthocyanidine)

Polyphenole erwiesen sich als krebshemmend. Literatur gibt es reichlich. Polyphenole verlangsamen das Altern und Beschädigtwerden unserer Zellen, indem sie als Antioxidantien unsere Körperzellen vor zellschädigenden Substanzen, die leider überall in unserer Umwelt vorkommen, schützen. "Slower aging" oder "aging in good health" sind die richtigen Begriffe, "Anti- aging" gibt es nicht. Der Sinn liegt darin, gesund zu bleiben bis ans Lebensende. Je früher man in der Jugend etwas dafür tut, desto besser sind die Aussichten.

Polyphenole hemmen Viren-, Bakterien- und Pilzwachstum, schützen vor erhöhtem Blutdruck, erleichtern das Abnehmen, sind kardioprotektiv, reduzieren das Arterioskleroserisiko, sind ein Blutgefäßwandstabilisator, reduzieren Ödeme und senken das Risiko für Makuladegeneration und Katarakt.


Aminosäuren

Die Aminosäure Lysin ist essentiell, d. h. sie kann vom Körper nicht gebildet und muss gegessen werden. Sie ist Grundstoff unseres gesamten Bindegewebes (Kollagen in Unterhaut, Blutgefäßwänden oder Knorpel). Damit sie richtig eingebaut werden kann, ist die ausreichende Zufuhr von Vitamin C, Kupfer und anderen Stoffen erforderlich. Mangelnder Nachschub resultiert in Verschleißerscheinungen.

Die Aminosäure Prolin ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Bindegewebes und kann, wie die weiteren aufgeführten Aminosäuren, auch vom Körper gebildet werden. Dies geschieht in der Jugend besser als im Alter. Deshalb ist die körpereigene Produktion dieser Stoffe mit steigenden Lebensjahren oft nicht mehr ausreichend zur langfristigen Instandhaltung einer unbeeinträchtigten Organfunktion.

Die Aminosäure Arginin hängt mit dem Stickstoffmonoxidstoffwechsel zusammen und verhindert in erster Linie Kontraktionen der Arterien und Arteriolen. Somit wirkt es blutdrucksenkend, schützt unter anderem vor Herzinfarkt und verbessert die Erektion.

Die Aminosäure Carnitin verbessert die Kontraktionskraft des Herzens und ist bei den heutigen Alltagsbelastungen des Normalbürgers, bei zunehmendem Alter und angesichts der  Häufigkeit von Herzkrankheiten bedeutsam. Seit Jahrzehnten wird ihr, auch von der Schulmedizin, ein fertilitätsfördernder Einfluß zugeschrieben.

Die Aminosäure Cystein wirkt antioxydativ und ist neben anderen Organen besonders für die Augen wichtig.


Ascorbin

Die Arbeiten Linus Paulings, Frederick R. Klenners, I. Stone und anderer waren bahnbrechend und zeigten die Bedeutung des Ascorbins, das an nahezu allen Stoffwechselvorgängen beteiligt ist. Es lohnt sich für unsere Gesundheit, die wissenschaftlichen Erkenntnisse unserer Vorfahren zu bewahren und weiter zu entwickeln. Ascorbin ist kein Vitamin. Die Einordnung als Vitamin hat historische Gründe; diese Stoffe wurden nach ihrer Entdeckungsreihefolge alphabetisch klassifiziert. Es muss in einer Größenordnung aufgenommen werden, die jenseits der Konzentrationen von Vitaminen steht (Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung: Vitamin C 200 mg im Vergleich zu Vitamin B 12 1µg; das ist der Faktor 200000, also 200000 mal mehr Vitamin C als B 12).

Alle Säugetiere können Ascorbin selbst produzieren und sie machen dies, verglichen mit einem menschlichen Körpergewicht von 70 kg, in einer mittleren Tagesproduktion von 10 bis 15 Gramm. Nur Menschen, Menschenaffen und Meerschweinchen können wegen eines in der Evolution aufgetretenen Enzymdefekts Vitamin C nicht mehr selbst synthetisieren, sondern müssen es essen. Welchen rationalen biochemischen Grund könnte es geben, anzunehmen, dass der Mensch mit einem Hundertstel an Vitamin C auskommen soll wie seine Artgenossen?

Der Benefit einer solchen physiologisch dosierten täglichen Ascorbineinnahme kann naturwissenschaftlich untersucht, dokumentiert und bewiesen werden. Und trotzdem fand er im Alltag der Bevölkerung bislang wenig Raum. Das sollte sich ändern. Denn der Kostendruck der Öffentlichen Hand lässt keine andere Lösung mehr zu als die, uns Bürger gesund zu erhalten, dabei die Kosten des Gesundheitswesens zu verringern und gleichzeitig für ein erträgliches Auskommen der Industrie zu sorgen. Die orthomolekulare Medizin kann zu dieser Lösung wesentlich beitragen.

Folgende Krankheiten können durch eine orthomolekulare Behandlung zum Beispiel vermieden bzw. gebessert werden:

Akne
Allergien
Arteriosklerose
Arthritis, Arthrose
Asthma bronchiale
Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
Cholesterinerhöhung (Hypercholesterinämie)
Diabetes mellitus
Grauer Star
Grüner Star
Herzinfarkt
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Herzrhythmusstörungen
Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
Infektionen
Krebs
Makuladegeneration
Ohrgeräusche (Tinnitus)
Rheuma
Tremor
Wundheilungsstörungen
Zahnfleischschwund (Parodontose)

Zu den Malignomen möchte ich noch folgendes anmerken, und zwar zu den prozentual wenigen Frauen, die eine erbliche Disposition zu Brustkrebs haben, nämlich BRCA1 oder BRCA2 positiv sind. Ist es nicht ein entsetzliches Dilemma, diesen meist relativ jungen Frauen eine Angst machende vierteljährliche Kontrolle anzubieten, um wie die Katze vor dem Mauseloch auf das Auftreten eines Krebses zu warten, oder alternativ die Brüste zu amputieren und womöglich auch noch die Eierstöcke? Und eine Hormonersatztherapie kommt natürlich auch nicht in Frage. Nur eine komplette Mastektomie würde fast alles Drüsengewebe entfernen, bei einer sogenannten subkutanen Mastektomie verbleiben 5-10 % des Brustdrüsengewebes, das dann immer noch entarten könnte. Da klafft die schulmedizinische Lehrmeinung von einem Extrem bis zum anderen: Die Holzhackermethode steht gleichberechtigt neben dem tatenlosen Kontrollieren. Und die Seele der Patientin? Ich bin mir sicher, dass die Prävention der Königsweg sein wird. Schonend und effektiv vorbeugen zu können vermindert unsere Ängste erheblich. Selbstverständlich lassen sich die Ergebnisse protokollieren, dokumentieren und bewerten.


Nahrungsergänzung mit Vitaminen, Spurenelementen, sekundären Pflanzenstoffen und Mineralien

Die ausreichende Zufuhr von Vitaminen, Spurenelementen, sekundären Pflanzenstoffen wie Lycopin, Lutein, Zeaxanthin, Coenzym Q10 und Mineralien wie Magnesium und Calcium sollte gewährleistet sein, da die ausreichende Versorgung mit all diesen Stoffen den Schutz vor Krankheiten verbessern. Selen schützt beispielsweise vor Dickdarmkrebs. Karotinoide und Lutein schützen besonders die Augen. Magnesium entspannt die Muskeln, die nicht nur am Skelett sind, sondern auch in Blutgefäßen, im Auge und in der Darmwand.

Jede einzelne Substanz muss für sich betrachtet werden, ob die Aufnahme mit der Nahrung ausreicht, ob zuviel oder zu wenig davon aufgenommen wird und ob eine zusätzliche Zufuhr nutzbringend ist oder schadet. Vor allem, wenn Erkrankungen vorliegen, ist das eine ärztliche Aufgabe,. Ein Patient mit eingeschränkter Nierenfunktion braucht andere Dosierungen als ein Manager oder Sportler.
 

  
Das Gesundheitskonzept
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