Welche Substanzen sollte man einnehmen?
Die Einnahme der folgenden Substanzen ist sinnvoll. Angegeben ist jeweils die Tagesdosis für Gesunde mit 70 Kilogramm (kg) Körpergewicht (KG).
Zur primären Prävention:
Ascorbin
Vitamin C (Ascorbinsäure) ist in Apotheken preiswert als Pulver Dosen zu 100 Gramm (g) erhältlich. Das oft beiliegende Spielzeuglöffelchen kann man getrost entsorgen. Die Tagesdosis liegt bei zwei gestrichenen Teelöffeln (TL), jeweils einer nach dem Frühstück und einer nach dem Abendessen.
Man kann das Pulver pur nehmen und ein kleines Glas Mineralwasser oder Fruchtsaft nachtrinken oder das Pulver in Mineralwasser (besser als Leitungswasser) oder Orangensaft auflösen und auf einmal trinken. Wenn es seitens der Alltagsumstände praktikabel ist, ist eine protrahierte schluckweise Einnahme über einige Stunden etwas ökonomischer. Wie auch bei Obst- oder Weinsäure sollte ein langer Kontakt mit dem Zahnschmelz vermieden werden.
Liegt das KG über oder unter 70 kg, nimmt man entsprechend mehr oder weniger Pulver entsprechend 0,5 – 1 g pro 10 kg KG. Dies gilt auch für Kinder. Neugeborene erhalten 50 Milligramm (mg) täglich.
Kranke brauchen mehr Ascorbin als Gesunde. Sie sollten die Dosis soweit erhöhen, bis gerade noch kein Durchfall auftritt. Magenkranke vertragen oft das säurefreie Natriumascorbatpulver besser.
Aminosäuren
L-Lysin: 500 mg
L-Prolin: 375 mg
L-Arginin: 250 mg
L-Carnitin: 50 mg
L-Cystein: 30 mg
Oligomere Proanthocyanidine (OPC), Polyphenole
OPC aus Traubenkern: 500 mg
Vitamine, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe und Mineralien
Vitamin A: 500 Internationale Einheiten (I.E.)
ß-Carotin: 556 I.E.
Lycopin 1,3 mg
Lutein /Zeaxanthin: 1,3 mg
Vitamin E: 50 I.E.
Vitamin D: 200 I.E.
Vitamin B1: 1,0 mg, ab dem 60. Lebensjahr: 4,0 mg
Vitamin B2: 1,2 mg, ab dem 60. Lebensjahr: 4,2 mg
Vitamin B6: 1,2 mg, ab dem 60. Lebensjahr: 4,8 mg
Vitamin B12: 3 Mikrogramm (µg), ab dem 60. Lebensjahr: 6 µg
Biotin: 70 µg, ab dem 60. Lebensjahr: 170 µg
Folsäure: 400 µg, ab dem 60. Lebensjahr: 1300 µg
Niacin: 12 mg Niacin-Äquivalent, ab dem 60. Lebensjahr: 57 mg
Pantothensäure: 6,0 mg, ab dem 60. Lebensjahr: 22,6 mg
Chrom: 60 µg
Kupfer: 1000 µg
Molybdän: 80 µg
Selen: 33 µg
Zink: 8,0 mg
Coenzym Q10: 10,0 mg
Magnesium: 210 mg
Jod:
Die tägliche Jodaufnahme beträgt 200 µg in Form von Jodkapseln, Jodsalz (10 g) oder Salzwasserfisch 2x pro Woche. Lachs, Hering oder Makrele stellen so auch eine ausreichende Quelle für Omega-3-Fettsäuren dar. Liegt eine Hashimoto- Thyreoiditis vor, sollte außer während einer Schwangerschaft kein Jod eingenommen werden.
Eisen:
Eisen muß normalerweise nicht substituiert werden. Ggf. richtet sich die Dosierung individuell nach Ferritin- und Hämoglobinwert.
Calcium:
Der Tagesbedarf liegt bei 1000 mg. Er kann in Form von Milchprodukten, Mineralwasser oder Calciumtabletten gedeckt werden. Die Höchstdosis beträgt 2000 mg.
Der tägliche Wasserbedarf liegt bei mindestens 1,5 Liter (l).
Diese Kombination ist zur primären Prävention geeignet, da schädliche Faktoren ausgeschaltet werden, die durch eine Unterversorgung mit lebenswichtigen Stoffen bei konventioneller Ernährungsweise entstehen.
Sekundäre Prävention
Eine möglichst frühzeitige Therapie kann Krankheiten verhindern. Hier einige Beispiele:
Arthrose/Arthritis
Ascorbin, Lysin (initial 2500 mg tgl. bis zur Schmerzfreiheit) und Kupfer sind für die Regeneration des Knorpels die wichtigsten Substanzen. Knöcherne Veränderungen können damit aber nicht beseitigt werden.
Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
OPC (ab 300 mg tgl.) vermögen eine nicht zu lange bestehende, leichte Hypertonie (bis etwa RR 155/105) wieder zu normalisieren. Unterstützend wirkt zusätzliches Arginin (bis 2000 mg tgl.).
Arteriosklerose
Katarakt, Glaukom, Makuladegeneration
Nitrosaminbedingter Magenkrebs
Harnwegsinfekte
Tertiäre Prävention
Unter tertiärer Prävention versteht man die Begrenzung und den Ausgleich von Krankheitsfolgen. Beispiele für den sinnvollen Einsatz obiger Wirkstoffkombination sind
- die Vermeidung der Spätfolgen des Diabetes mellitus und des Bluthochdrucks,
- Krebs-Erkrankungen (OPC 1000 – 1500 mg tgl., Ascorbin oral und intravenös),
- Arteriosklerose (Vermeidung von Herzinfarkt, Schlaganfall und Demenz),
- Symptomreduktion bei Allergien,
- Parodontose (einmal bis mehrfach tgl. Mundspülung mit Natriumascorbatlösung).